Ein Haus ohne Tränen

Ich muss zurück. Termine sind annulliert. Ich sollte heute für drei Familien übersetzen, aber die Psychologin war krank. Und wenn in Arbeitstag fällt plötzlich freies Tag, dann weiss ich nicht was machen. Der Tag ist leer. Unprogrammiert.

Als ich am Bahnhof war, hörte ich einige junge, starke Stimmen. Ich meinte: Wie laut sind die Jungen von heutzutage… Aber dieses Mal war ich falsch, ganz falsch!

Ein weinender Bub zieht mir am Arm, bringt mich in der Realität.

– Hilfe, Hilfe, sagte er zu mir… Was ist? Fragte ich.

– Meine Schwester ist Umgefallen, krank, Diabetes!

– Oh! Ich sitze im Strasse, hallo, hallo, komm jetzt, es wird wieder gut, sagte ich, aber in mein Herz war eine Narbe gebildet. Ein so kleines Mädchen mit Diabetes!

Sie öffnete die Augen und weinte. Andere Kinder schauen uns mit traurige Gesicht. Die Diabetikerin hatte noch Schultasche in Rücken, ich nahm die Tasche und ihr Hand, der Bruder sagte zu mir: Wir Wohnen in der Nähe.

Als wir bei einem 4-Familien-Haus waren, der Bruder beginnt vor der Tür zu rufen: Mama, Maaamaa!

Haupttüre war geöffnet, und ich hörte eine Frauenstimme die sehr schmerzlich weinte. Und ein Mann der laut rief an die Frau.

Die kleine Diabetikerin zitterte jetzt, und sagte dem Bruder: Ruf nicht so, mach kein Mama traurig …

Aber der traurige Bub hörte nicht, mit raschen Schritten ging er oben… und ich langsam mit Diabetikerin.

Ich hörte, dass ganz oben war ein Streit. Ein Mann mit eine schwierige Deutsch, eine Frau am weinen, und der Bub der jetzt oben war.

Wir beide liefen langsam in die Treppen. Niemand kam mir zu helfen, bis ich in der Nähe vom Tür war. Dann rasch kommt ein Mann, nimmt die Mädchen, ohne mir zu begrüssen, zu bedanken, oder zu befragen.

Ich ging unten, die Frau weinte oben, der leere Tag war voller Schmerzen gefüllt.

– Wie kann ich weg vom diesen Schmerz? Fragte ich meine Kollegin am nächsten Tag.

– Du kannst entweder in die Familie gehen, oder diesen Fall melden, weisst noch wie die Familie heisst? Fragte meine Kollegin.

– Ja, ja ich weiss wie die Familie heisst. Ich habe schon gestern überlegt, weil Kinder brauchen ein gesundes glückliches Leben, und: Ein Haus ohne Tränen.

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2 Kommentare

  • Reply Heim Barbara 30. August 2014 at 11:41

    Super Geschichte…! Traurige Realitet…!
    Aus meiner Sicht gehört Hava zu den Top
    Kolumnisten/Schriftstellern !

    • Reply Ariel 1. September 2014 at 11:20

      Danke Barbara, das finden wir auch. Hava schreibt sehr poetisch und direkt aus dem Leben. Zum Glück haben wir sie für den Züriblog gewinnen können! Weitere Texte von ihr kommen schon bald 🙂

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