Lassen Sie sich einbürgern!

Ab 1. Januar 2018 tritt in der Schweiz ein neues Einbürgerungsgesetz in Kraft. Es verschärft die Kriterien, wer künftig Schweizerin und Schweizer werden kann.

Was ändert sich ab 2018?

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

  • Die Einbürgerung ist nur noch mit einer C-Bewilligung möglich.
  • In den drei Jahren vor dem Einbürgerungsgesuch darf die Person keine Sozialhilfe beziehen.
  • Die Person muss seit mind. zehn Jahren in der Schweiz wohnen, wobei die Jahre mit einem F-Ausweis neu nur noch zur Hälfte zählen.
  • Die Sprachanforderungen werden strenger.

Noch bis am 31. Dezember 2017 können sich auch Personen mit einem F- oder B-Ausweis einbürgern lassen. Dies ist danach nicht mehr möglich. Die allgemeinen Voraussetzungen für den Kanton Zürich oder die Stadt Zürich finden sich online.

Restriktive Schweiz

Die Schweiz verfügt bereits über eines der restriktivsten Einbürgerungssysteme Westeuropas: So betrug der Anteil der ausländischen Bevölkerung in der Stadt Zürich 2016 32.1 Prozent. Und doch könnten sich gemäss Bundesamt für Statistik rund 47 Prozent der Ausländerinnen und Ausländer im Kanton Zürich einbürgern lassen, weil sie die Bedingungen dafür erfüllen. Das bürokratische Labyrinth zur Erlangung des Bürgerrechts und die Kosten halten Viele von einer Einbürgerung ab, wie die NZZ schreibt. Der Kontext politisch rechter Initiativen sollte dennoch den Druck verschärfen, eine Einbürgerung in Betracht zu ziehen.

Einbürgerung verschafft Rechte

Wer Pflichten erfüllt und Steuern und Sozialabgaben bezahlt, soll auch Rechte haben: Die Mitgestaltung der Gesellschaft ist oft nur über die Teilnahme an den direktdemokratischen Prozessen möglich. Aktuell fordern darum viele Gemeinden ihre Bewohnenden mit B- oder F-Ausweis auf, sich noch in diesem Jahr einbürgern zu lassen.

Weiterführend:

Unia-Kampagne zur Einbürgerung

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