Flüchtlinge während einer Wanderung. Eines von vielen Engagements.

Lernen Sie Ihre Nachbarn kennen!

An einer Sitzung sagte ein Politiker: «Die Situation hat sich beruhigt. Die Anzahl der Asylgesuche ist zurückgegangen.»

Flucht in den Normalbetrieb

Die Selbstverständlichkeit unseres Normalbetriebs scheint vermeintlich wieder hergestellt. Seit die Tore zu Europa definitiv geschlossen sind, gelingt es weniger Flüchtlingen nach Europa zu gelangen. Aber an der Situation im Kriegsland Syrien und in anderen Krisengebieten hat sich nichts zum Besseren gewendet. Im Gegenteil: Vielerorts sind die Bedingungen noch prekärer geworden, auch wenn wir es schon fast nicht mehr sehen mögen und die mediale Präsenz nachgelassen hat.

Wut hilft nicht weiter

Angesichts der Bilder scheint sich bei uns mehr und mehr eine Übersättigung gepaart mit Hilflosigkeit einzustellen. Bei mir persönlich kommen manchmal auch Gefühle von Wut auf. Doch Hilflosigkeit und Wut genügt nicht. Und vor allem hilft es nicht weiter. Weder mir noch den geflüchteten Menschen, die in der Schweiz Schutz gesucht haben. Menschen, die jetzt in meiner Gemeinde, in meinem Quartier, in meiner Nachbarschaft wohnen.

Lassen Sie Begegnung zu

«Was wir jetzt brauchen, ist Kontakt.» Das sagte mir eine syrische Mutter, die seit gut 1 Jahr mit ihrem Mann und ihren 3 Kindern im Kanton Zürich lebt. Vielerorts haben sich Netzwerke gebildet, die Kontakte ermöglichen: Kontakte beim Kaffeetrinken, beim Velo flicken, oder Fussballspielen, beim gemeinsamen Kochen oder bei gemeinsamen Ausflügen. Die Webseite www.willkommensnetz.ch bietet eine Übersicht der konfessionell neutralen Projekte, die in den Pfarreien und Kirchgemeinden im Kanton Zürich bestehen. Gehen Sie vorbei! Lernen Sie Ihre Nachbarn kennen. Es braucht nicht viel – aber es braucht Viele.

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