Das Internet bedeutet für Armutsbetroffene sowohl Unterstützung als auch ein Weg aus der Isolation. Fördern wir also ihre IKT-Kompetenzen!

Internet: Zugang für alle!

Das Internet stellt für Armutsbetroffene eine Chance dar. Und falls der Bund sein Projekt „Digitale Schweiz“ ernst nimmt, muss er noch einiges in die Grundkompetenzen der digital Aussenstehenden investieren.

Das unterstützende WWW

Online kann man Geld sparen. Preisvergleiche ermöglichen die günstigsten Möbel, Versicherungen oder Alltagsgegenstände zu finden. In Facebook-Gruppen werden die unterschiedlichsten Sachen gratis angeboten. Das Internet bietet zudem Spartipps und praktische Anleitungen ein Budget zu erstellen. Noch selten, aber immer mehr gibt es Onlineberatungen über Social-Media-Kanäle, in Foren oder per E-Mail. Zahlreiche Onlinekurse bieten gratis Bildungsmöglichkeiten. Und für die Arbeits- und Wohnungssuche gibt es unzählige Websites mit Ausschreibungen, Tipps und Adressen.

Das WWW als Weg aus der Isolation

Bedeutet Armut in der analogen Welt oft Isolation, bietet die Kommentarfunktion im Internet plötzlich die Möglichkeit, sich in die unterschiedlichsten Diskussionen einzubringen. Auf sozialen Plattformen gibt es für alle Anliegen eine passende Gruppe und sonst startet man einfach etwas Eigenes. Seiten wie Zürich unbezahlbar der Caritas Zürich listen gratis Veranstaltungen, welche Begegnungen auch ausserhalb der digitalen Welt ermöglichen.

Nicht alle haben Internet

Noch längst nicht alle haben Internetzugang. Verfügen wohlhabende Haushalte fast immer über einen Anschluss, sind es – gemäss Bundesamt für Statistik – bei Haushalten mit tiefem Einkommen nur gerade 60%. Internetcafés wie der Treffpunkt Vogelsang in Winterthur oder das Kafi Klick in Zürich füllen hier eine Lücke, indem sie kostenlos Computer und Internet zur Verfügung stellen.

Grundkompetenzen fehlen

Ein voll funktionstüchtiger Computer mit Internetverbindung bringt aber nichts, wenn das Anwendungswissen fehlt. Dieses soll auch bei Erwachsenen gefördert werden, die das nötige Knowhow in der Schule nicht gelernt haben. Fachleute sprechen von der Förderung der Grundkompetenzen in Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Die marktüblichen Computereinstiegskurse sind aber für Menschen mit wenig Geld meist viel zu teuer. Die Caritas Zürich bietet günstige Computerkurse an. Diese richten sich speziell an Menschen mit kleinem Budget. Das ist wichtig, aber erreicht leider nur wenige Menschen. Investitionen in die Förderung von IKT-Kompetenzen lohnen sich also immer.

Thema am Armutsforum

An unserem diesjährigen Armutsforum beschäftigen wir uns mit Grundkompetenzen. Melden Sie sich bis zum 9. Oktober an und profitieren Sie vom Frühbucherrabatt!

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