Vorsorge: Das machen auch Mütter für ihre Kinder zur Sicherheit.

Und wenn ich nicht mehr da bin?

Fabiola Thomann, alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen, stellte sich die Frage kurz vor einer Ferienreise nach Australien: «Wer kümmert sich eigentlich um meine Kinder, wenn mir etwas passiert?» Passiert ist zum Glück nichts, aber das Thema liess sie nicht mehr los.

Von der Selbstbestimmung Gebrauch machen

Zu Recht, wie wir meinen: Diese Frage sollte deutlich mehr Menschen beschäftigen. Laut einer gfs-Studie hat heute nur jeder fünfte eine Patientenverfügung, und gar nur jeder zehnte einen Vorsorgeauftrag. Bei älteren Menschen sind die Anteile etwas höher. Doch auch jüngere Menschen sollten häufiger von diesen Möglichkeiten zur Selbstbestimmung Gebrauch machen.

Mitten aus dem Leben

Das beobachtet auch Dominik Schneider, Arzt im Spital Männedorf, in einem Tages-Anzeiger-Beitrag: Viele Menschen, die auf der Notfallstation landen, standen mitten im Leben. Den Angehörigen wird häufig erst dann klar, wie eingeschränkt ihre Befugnisse sind, wenn Patientenverfügung und Vorsorgebeitrag fehlen.

Mehr Sicherheit für alle

Fabiola Thomann hat die Sache in die Hand genommen. Sie bestellte gleich drei Vorsorgemappen von Caritas Zürich und füllte sie gemeinsam mit ihren Eltern aus. «Es gibt so vieles, das zu regeln ist», sagt Thomann im Magazin «Nachbarn», «das war mir vorher nicht bewusst.» Zum Glück seien die Dokumente einfach aufgebaut und gut verständlich. Und weil alles in einer handlichen Mappe zusammengestellt ist, müsse man auch nichts zusammensuchen. Heute ist sie froh, dass alles geregelt ist – denn das gibt allen Betroffenen mehr Sicherheit.

Weichen stellen

Mit der Vorsorgemappe werden wichtige Weichen gestellt: Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag, die letzten Dinge regeln und eine Hilfestellung zur Ordnung des Nachlasses. Die Mappe kann online, per Telefon 044 366 68 68 oder per E-Mail bestellt werden.

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