Wohnen im Abseits

Bei manchen unserer Klientinnen und Klienten sehen wir prekäre Wohnsituationen. Einige Unterstützungsangebote für Menschen, die wenig Geld fürs Wohnen haben, gibt es bereits. Aber es gibt noch viel zu tun.

Am letzten Dienstagabend wars, als Stürmer Tatu von Steaua Bukarest in der zweitletzten Minute die Initiative ergriff und den Ausgleich zum 1:1 schoss – und damit den FC Basel um den sicher geglaubten Sieg brachte. Während die Spieler vom Feld trotteten, dachte ich über unsere Staatsform nach. Einerseits, weil in der Demokratie der Ausgleich erst der richtige Sieg ist. Und andererseits, weil „X:X“-Initiativen gerade in zu sein scheinen: Neben der bald zur Abstimmung stehenden „1:12“- wurde in Zürich nämlich jetzt die „4:1“-Initiative lanciert. Letztere verfolgt das Ziel, dass in Genossenschaftswohnungen nur wohnen soll, wessen Bruttolohn die Miete höchstens um das Vierfache überschreitet.

Tiefe Mieten für tiefe Löhne
Caritas Zürich begrüsst sehr, dass in günstigen Wohnungen Menschen leben sollen, die auf tiefe Mietkosten angewiesen sind. Die Initiative verkennt aber, dass es auch noch darauf ankommt, wie viele Menschen von diesem Bruttolohn leben – und dass auch eine fünfköpfige Familie ihre Wohnung räumen müsste, wenn sie bei 4000 Franken Bruttoeinkommen eine Miete von 900 Franken bezahlt.

Was können wir tun?
Für Menschen, die bezahlbaren Wohnraum suchen, fehlen einfache Lösungen im Kanton Zürich. Welche Strategien Gemeinden gegen die Wohnungsnot verfolgen und was die Politik tun kann, zeigen wir an unserem 7. Armutsforum am 7.11. im Zürcher Volkshaus auf. Am besten, Sie ergreifen die Initiative und diskutieren 1:1 mit – vielleicht können Sie einen Beitrag dazu leisten, dass wir bei der Wohnsituation näher zum Ausgleich kommen? So der so, wir freuen uns auf Sie!

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