Die alleinerziehende Julia mit ihrem Sohn.

Plötzlich auf Hilfe angewiesen

Als Julia schwanger wird, entscheidet sie sich gegen das Studium – ihrem Kind zuliebe. Es folgen Scheidung, finanzielle Probleme, Sozialhilfe. Die junge Mutter kämpft sich durchs Leben, bis die Belastung zum Zusammenbruch führt. Dank Caritas Zürich wird ihr Weg zurück in den normalen Alltag etwas leichter.

Arbeiten, um zu überleben

Claudio ist zwei Jahre alt, als sich Julia und ihr Mann scheiden lassen. Fortan kümmert sich die damals 23-Jährige alleine um den Jungen. Ihr Studium hat sie aufgegeben: «Ich hätte es nicht übers Herz gebracht Claudio fremd zu platzieren, das widerspräche meinem Verantwortungsgefühl», sagt sie. Nebenbei arbeitet Julia weiter, auch wenn es manchmal nur Gelegenheitsjobs sind. Sie sortiert zum Beispiel frühmorgens Pakete bei der Post, arbeitet als Kinderbetreuerin, in einer Cafeteria oder ist als selbständige Haushaltshilfe tätig.

Bis es nicht mehr geht

Als es auch beim Ex-Mann finanziell bergab geht und die Alimente ausbleiben, werden die finanziellen Probleme immer grösser. Julia gibt nicht auf, versucht sich alleine um alles zu kümmern, doch: «Irgendwann zog es mir den Boden unter den Füssen weg.» Die junge Mutter ist total erschöpft und muss sich behandeln lassen. Heute geht es ihr besser.

Schritte zurück in den Alltag

Das Sozialamt unterstützt Julia. Jetzt auch mit einem Arbeitsprogramm. Seit einem halben Jahr ist sie an zwei Tagen pro Woche in einem Praktikum im kaufmännischen Bereich. Sie ist dankbar für diese Chance, kann damit wieder Fuss fassen, sich vernetzen und integrieren. Noch ist offen, wie sich ihre berufliche Situation entwickelt.

Dankbar für die Unterstützung

Julia hat sich nicht vorstellen können, dass sie einmal auf Hilfe angewiesen sein würde. Die junge Mutter muss sehr sparsam mit dem knappen Budget haushalten. Dank der KulturLegi von Caritas kann sie mit dem heute 7-jährigen Claudio vergünstigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben, etwa zum halben Preis ins Kino, ins Puppentheater und ins Schwimmbad gehen. Und im Caritas-Markt kauft sie vergünstigte Lebensmittel und Produkte des Alltags ein. «Ich hoffe einfach, ich kann irgendwann von all den Erfahrungen, die ich mache, auch das Gute sehen – damit ich von dem, was ich jetzt in Anspruch nehme, auch etwas zurückgeben kann.»

Weiter Helfen dank Spenden

Alleinerziehende wie Julia sind besonders häufig auf Unterstützung angewiesen: Laut einer Studie der Berner Fachhochschule Soziale Arbeit sind über 80% der alleinerziehenden Mütter unter 25 Jahren in Städten auf Sozialhilfe angewiesen. Caritas Zürich findet, dass Kinder alleine zu erziehen kein Armutsrisiko sein darf. Darum bieten wir entsprechende Hilfe – was nur dank Spenden möglich ist.

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