Spartipp: Monatliches Budget planen

Mit Sparen Schulden vermeiden

In unserer Gesellschaft wird es als normal empfunden, auf Pump zu leben, wie das NZZ Folio schreibt. Viele finden Sparen erst nötig, wenn sie wenig Geld haben. Dabei ist Sparen dafür da, ein sicheres und gute Gefühl im Umgang mit Geld zu haben. «Und sich selbst zu belohnen, kann durchaus Spass machen», davon ist meine Kollegin aus der Schuldenberatung, Silvia Bruinink, überzeugt.

Reserven schaffen

Schicksale können jeden treffen. Deshalb ist es wichtig, für Notfallsituationen Reserven zu haben. «Wir unterscheiden in der Schuldenberatung zwischen Rücklagen und Sparbeträgen. Rücklagen decken jährliche Ausgaben und Notfälle. Sie schützen vor bösen Überraschungen. Wenn also monatlich Geld für den Zahnarzt auf die Seite gelegt wird, kann aus dieser Summe die Rechnung bezahlt werden. Von Sparen sprechen wir, wenn Geld zum Beispiel für Ferien zur Seite gelegt wird», erklärt Silvia Bruinink. Ein monatliches Budget schafft Klarheit.

Budget erstellen: Verpflichtungen reduzieren

Erstellt man ein Budget, trägt man alle Abos, Verträge und andere Verpflichtungen, welche über das Jahr anfallen, zusammen. «Bei jeder Rechnung sollte man sich zwei Fragen stellen», empfiehlt Silvia Bruinink. «Erstens: Brauche ich das? Zweitens: Kann ich es mir leisten?» Anhand der beiden Fragen sollten Verpflichtungen überdacht und reduziert werden. Das heisst, nicht benötigte Abos zu kündigen oder Versicherungsprämien zu prüfen.

Alarmzeichen: Schuldenberatung aufsuchen

Wenn man mit den Ausgaben von Monat zu Monat jongliert oder sein Konto regelmässig überzieht, sind dies klare Alarmzeichen. Sie zu ignorieren, kann gefährlich sein.

Mache einen Finanztest: Hast du genug auf der Seite?

Schafft man es nicht mehr, ein monatliches Budget einzuhalten, dann ist der Weg zu einer Schuldenberatung empfehlenswert:

» Schuldenberatung Caritas Zürich

» Schuldenberatungen anderer Caritas Regionalstellen

» Schuldenberatungsstellen, die beim Dachverband Schuldenberatung Schweiz Mitglied sind

Im Alltag sparen und Bargeld nutzen

Kein Trinkwasser kaufen, einen tiefen Taxpunktwert beim Zahnarzt verlangen, Jahres- statt Monatsabonnemente kaufen: Caritas Zürich hat einen ganzen Katalog an Spartipps für den Alltag.

Mit einer Debit- oder Kreditkarte ist ein Kleid da, ein Kopfhörer dort und ein Ticket im nächsten Onlineshop schnell gekauft. Die Gefahr, den Überblick über die Ausgaben zu verlieren, ist gross. Deshalb der letzte aber einer der wichtigsten Tipps von meinen Kolleginnen der Schuldenberatung: Bezahle so oft wie möglich mit Bargeld.

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Was sind deine Spartipps? Erstellst du monatlich oder sogar wöchentlich ein Budget?
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